28.08.12 | Fußballkultur

TORWORT-Rezension: Ben Redelings „50 Jahre Bundesliga. Das Jubiläumsalbum

In 50 Jahren kann eine Menge passieren – im Leben, wie im Fußball. Wenn man ehrlich ist, im Fußball sogar noch weit mehr als im stinknormalen Leben, weshalb der gute alte Shankly-Spruch, vom „Leben und Tod“ und warum der Fußball noch wichtiger ist, immer wieder gerne zitiert wird. Und weil das so ist, wird derzeit die Jubiläumssaison der Bundesliga in sämtlichen Medien – von BILD bis KICKER – gehypt als würde das morgen verboten. Hier eine Serie, da ein Rückblick und um die nächste Ecke eine nette Anekdotensammlung. Das alles verwirrt den gemeinen Fußball-Freak, der natürlich an einer ausführlichen Chronik des Geschehens, das er sich ja mit Genuss jedes Wochenende bis zur Erschöpfung gibt, durchaus interessiert ist. Nur welche ist die richtige, weil beste?
 
Zum Glück gibt es für solche Fälle Ben Redelings, der König der Fußball-Geschichten abseits des Rasens – der Mann, der so viele Bundesliga-Sidestories auf seiner persönlichen Festplatte gespeichert hat, dass Normalsterblichen schwindelig wird. „50 Jahre Bundesliga – Das Jubiläumsalbum“ ist mit Sicherheit Ben Redelings bestes Buch, weil er das macht, was er am besten kann: den ganz normalen Bundesliga-Wahnsinn lückenlos aufzuarbeiten und fabelhaft in kurzen Anekdoten zu erzählen. Begleitet von einer sensationell guten und so sonst nirgendwo zu sehenden Bildauswahl erfahren wir in kurz und knappen Häppchen alles aber auch wirklich alles über ein halbes Jahrhundert Bundesliga.
 
Klar, dass auch Pfostenbrüche, fleischige Ewald-Lienen-Wunden und obskure Haarproben abgehandelt werden. Aber mal ehrlich: Wen haut das noch vom Hocker, auch wenn es natürlich in eine solche Chronik gehört. Die absoluten Highlights des Buches sind allerdings die kleinen Informationen, die man so eben nicht bei KICKER und BILD nachlesen kann. Egal ob Klaus Augenthaler für Outsider-Jeans warb, ein Bundesligaspiel in Bremen wegen einer Hundeschau verlegt werden musste oder bei der ersten Meisterfeier am Kölner Geißbockheim eine Wasserorgel aufgestellt und mal eben 60 Hektoliter Bier vernascht worden. Geschichten dieser Art bietet Redelings tausendfach und genau das hebt das Buch aus dem Reigen der gerade erscheinenden Chroniken so raus. Daher unser beherzter Rat: Kaufen, verschlingen und immer wieder einfach mal so nachschlagen! Denn ein besseres Bundesliga-Buch wird nicht zu finden sein.
 
Fazit: Nur wer den neuen Redelings liest, kann wirklich mitreden, wenn es auf der nächsten Party zum Fußball-Talk kommt. Denn worüber redet man da schon? Natürlich über Fußball, in dem einfach mehr passiert als im Leben. Und wer wüsste das besser als Ben Redelings aus Bochum.
 
Hier kann man sich das neue Buch übrigens bestellen: www.werkstattverlag.de
 






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