17.01.07 | vergangene Lesung / Klassiker

Aug 05: TORWORT beim Mythos

Die Besetzung für die Lesung im Borussia-Park war gelinde ausgedrückt gewaltig. Mit Hans Meyer, Uwe Kamps, Thomas Broich, Matthias Opdenhövel, Martin Zierold und Sascha Theisen war nahezu eine Jahrhundert-Sechs am Start. Die siebte TORWORT-Lesung hätte also schon tief in die Scheiße greifen müssen, um schief zu gehen. Sie tat es natürlich nicht und wurde genial. 250 Zuhörer sorgten für eine Traum-Kulisse und bedeuteten mal wieder Rekord.
 

Von beknackten Schiedsrichtern, dem Mythos und linkem Fußball

Den Anfang machte Borussias Stadionsprecher Matthias Opdenhövel, der aus seinem Leben als solchem erzählte. Vor allem die Erfahrungen mit den Schiedsrichtern am Seitenrand waren alleine das Eintrittsgeld wert –Höhepunkt, die Bemerkung eines Unparteischen: „Wenn Sie nicht der erste Stadionsprecher sein wollen, der gesperrt wird, dann setzen Sie sich jetzt, Herr Pflaume!“ Na dann...
Nach Opdenhövel übernahm Sascha Theisen das Mikro und verglich in seinem Text „Der Mythos gibt sich die Ehre!“ Borussia mit Playboy-Gründer Hugh Hefner.. Auf den ersten Blick absurd – auf den zweiten treffend.
Die erste Halbzeit beendete Thoams Broich mit einem Text von Cesar Luis Menotti über den linken und den rechten Fußball. Der linke Fußball als Synonym für den freien und schönen Fußball wurde dem kapitalistischen, erfolgsorientierten entgegen gestellt. Nach seinem Vortrag forderte Broich das Publikum zum Gespräch auf. Es entwickelte sich eine leidenschaftliche und nachdenkliche Diskussion. Diese beendete aber ein 15-jähriges Mädchen, das genauso richtig wie kompromisslos einwarf, dass man sich ein solches Stadion wie in Mönchengladbach und eine Mannschaft mit Mittelfeld-Virtuosen (wie etwa Broich) nicht leisten könne, wenn man nicht versucht erfolgsorientiert zu spielen.
 

Kicker-Noten und Shanklys Liverpool

In der zweiten Halbzeit eröffnete Martin Zierold den Reigen und berichtete im Doppelpass mit Uwe Kamps von einem Stadionbesuch bei dem er die KICKER-Redakteure hinter sich beim Verteilen der legendären Noten des Fachblattes beobachtete. Ein witziger und lehrreicher Blick hinter die Kulissen. Großer Sport und KICKER-Note 1,5 für Zierold.
Höhepunkt des Abends war der abschließende Auftritt von Hans Meyer, dem in Gladbach nach wie vor eine Aura des Gottvaters anhaftet. Pastoral angekündigt von Axel Post, lauschte der Saal fast ehrfürchtig den Ausführungen des Mannes, der leider nur noch Rosen züchtet. Und: Meyer war gut! Sein Text huldigte dem vielleicht noch etwas größerem Bill Shankly, der Legende aus Liverpool. Abschließend plauderte Meyer kurzweilig und witzig mit seinen Untergebenen und fertig war ein großer Abend, der nach Wiederholung schreit.







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