15.10.07 | Klassiker

Shanks, Berlin und die Hochzeit am Mittelkreis

Unser Rückspiel in Düren ging ab wie ein Zäpfchen: 180 Gäste sorgten für ein ausverkauftes Haus und die Autoren – allen voran Roland Koch und Willi Landgraf – sorgten für prächtige Stimmung. Zwar drohte Koch mit der Bedienungsanleitung eines Ford KA als Lesewerk, konnte aber gerade noch überzeugt werden sich für andere, bessere Texte zu entscheiden.
 
Der Reihe nach: Der Abend begann – beeinträchtigt durch einen Frauen-Kegelclub der tapfer gegen die akkustische Anlage des BRAUHAUS ankämpfte – mit TORWORT-Vater Sascha Theisen, der den nun schon mehrfach gebrachten Käfermann zum Besten gab. Schon während seines Textes hatte Roland Koch mit den Hufen gescharrt und wurde nun los gelassen. Mit einem Feuerwerk an Fußball-Zitaten begeisterte der Co-Trainer des 1.FC Köln das Publikum. Anschließend erzählte der kongeniale Begleiter von Christoph Daum von seiner denkwürdigen Begegnung mit der Liverpooler Trainerlegende Bill Shankly, den er anlässlich eines Trainerpraktikums an der Anfield Road kennen gelernt hatte. Im anschließenden Text über Shanks erfuhr das Publikum viel über den wahrscheinlich größten Mann des englischen Fußballs. Nach Koch konnte nur noch einer kommen: Willi Landgraf. Die Aachener Fußball-Legende nahm sich das größte Spiel der Aachener Alemannia vor und erzählte minutiös, wie er und die legendäre Mannschaft des Jahres 2004, den Tag des Pokalfinales gegen Werder Bremen erlebten. Im anschließenden Talk liefen beide Fußball-Protagonisten zur Höchstform auf. Als Koch noch ein Fanpaket des FC für 85 Euro versteigerte und auch noch seine obligatorische Kappe für weitere 50 Knaller an den Mann brachte (natürlich alles für einen guten Zweck) war es Zeit runter zu kommen – Zeit für die Halbzeit.
In Halbzeit Zwei begann der Bochumer Filmemacher und Fußballkulturpapst Ben Redelings mit einem Schiedsrichterbericht aus der Kreisklasse, in dem sämtliche Spieler des Feldes verwiesen wurden. Interessant wurde es allerdings vor allem dann, als Redelings die Hochzeit des Christoph Daum sezierte. Anhand eines Artikels des Kölner EXPRESS zeichnete er die Gefühlswallungen der Camm-Daum-Trauung am Mittelkreis des RheinEnergie-Stadions grandios nach.
Abschließend sorgte Frederic Latz endlich für das richtige FC-Thema. Vor allem sein Beitrag aus dem Buch „Ja – mein Temperament“ von Wolfgang Overath über das auf dramatische Art und Weise verlorene Europapokal-Halbfinale des 1.FC Köln gegen den FC Liverpool war beste Fußballkultur-Unterhaltung. Genauso wie die im BRAUHAUS obligatorische Anpfiff-Passage des Toni Schumacher über seine Heimatstadt Düren, in der es weder Fleisch noch Kohl gab und spätere Nationaltorhüter in Schubladen schlafen mussten.
Wie das Hinspiel war auch das Rückspiel in Düren eine grandiose TORWORT-Lesung – nur Frauen-Kegelclubs, die gehören beim nächsten Mal vor die Tür.
 
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