18.05.08 | vergangene Lesung

Oli Kahn, Antje Borbeck und die Boca Juniors

Am 16. Mai waren wir erstmals in der Stadt zu Gast, die das DFB-Pokalfinale erst so richtig gemütlich gemacht hat – in Berlin. Ort des Geschehens war die grandiose Galerie theARTer in Berlin-Lichtenberg, gerüchteweise einem gefährlichen Viertel, das sich in der Tat allerdings als sehr gastfreundlich erwies. An dieser Stelle nochmals den allerbesten Dank an Galerie Inhaber Carsten Schmidt, der sich als Gastgeber beinahe selbst übertraf. Geschätzte 45 Leute hatten den Weg zur Galerie gefunden, um unsere Berlin-Premiere zu verfolgen. Sie haben es sicher nicht bereut. Die erste Halbzeit der Lesung begann der formidable Fritz Tietz, der extra aus Hamburg angereist war. Er begeisterte das Publikum mit Kurzgeschichten über Oli Kahn sowie über betrunkene Hertha-Fans im Gästeblock am Millerntor. Im Anschluss las Schalke-Autor Stefan Barta aus seinem Buch „Für immer blau-weiß“. Sein Text über eine 56-stündige Zugfahrt ins ukrainische Doneszk (UEFA-Cup-Auswärtsspiel) war ein ebenso witziger wie dramatischer Abenteuerbericht, der seines Gleichen sucht. Unterstützt von Fotos, die auf die Großleinwand projeziert wurden, fuhren alle Anwesenden quasi noch einmal mit in den absoluten Wahnsinn. Die erste Hälfte wurde abgeschlossen durch den TORWORT-Vater selbst. Seine Geschichte „Die Peule und der Kaiser“ war ganz großes Kino und die Liebesgeschichte um eine Jugendliebe namens Antje Borbeck. Gerüchten zu Folge plant Doris Dörrie bereits die Verfilmung der Story. Nach der kurzen Pause übernahm TORWORT-Veteran Arne Jens die Bühne. Er begann mit einem Rückblick auf die bevorstehende Europameisterschaft und schloss mit der großartigen Geschichte über seiner Fußball-Beziehung zu der phantastischen Pauline. Im Anschluss an Arne las Ronny Blaschke einen Text über Gewalt in den Stadien Argentiniens. Die Geschichte über die andere Seite des Spiels zeigte eindrucksvoll, wie Südamerika in einem Meer aus Gewalt und Korruption zu versinken droht – imposant und beängstigend zugleich. Die Lesung beendete 11Freunde-Redakteur Jens Kirschneck mit drei großartigen Kurzgeschichten. Grandios vor allem die, über die wohl schon jedem begegnetem E-Mail Spamerin Frau Zuma, die von Jens mit der Frage nach dem gleichnamigen Stürmer von Arminia Bielefeld genial beantwortet wurde. Im Anschluss wurden zahlreiche Biere verhaftet und fast zwangsläufig reifte der Gedanke in kleinerer Runde das Nachtleben in Berlin-Friedrichshain zu erkunden. Es wurde eine herausragende Nacht. Stefan Barta lernte dabei um ein Haar, was es heißt, neben Jermaine Jones aufzuwachen. Nur den achtsamen Augen des aufmerksamen DJ Schnuphase war es zu verdanken, dass er einem bedrohlichen Schicksal noch einmal von der Schippe sprang. Um fünf Uhr morgens sanken alle Beteiligten erschöpft auf den Boden der Galerie theARTer und träumten von Oli Kahn. Jermaine Jones und Antje Borbeck.







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