26.02.07 | vergangene Lesung

Feb 07 - Feuerwerk in Bern

 
Eingeleitet wurde die zweite TORWORT-Lesung in Bern vor 130 Zuhörern durch einen famosen Auftritt des Moderators Axel Post, der in nur wenigen Minuten ein Gagfeuerwerk zündete, für das deutsche Star-Comedians mehrere Wochen und viel Sendezeit bei deutschen Privatsendern benötigt hätten.
 
Im Anschluss analysierte footage-Chef Arne Jens in einem kurzen Interview fachkundig die Lage des 1. FC Köln und erzählte dann eine Kurzgeschichte über die Beziehung zwischen einem frei erfundenen Protagonisten, dem Fußball und einer Frau namens Pauline.
 
Dann war die Young Boys Bern-Legende Gürkan Sermeter an der Reihe. (Young Boys kürzt man in der Schweiz übrigens mit YB ab und spricht es dann wie „Ebay“ aus.) Sermeter las einen Text über seinen neuen Verein FC Aarau und erfreute das Publikum durch seine schlagfertigen Antworten auf die kniffligen Fragen von Moderator Post.
 
Nach der „Halbzeit“ kam es zum unumstrittenen Höhepunkt des Abends. Peter Balzli, Schweizer TV-Korrespondent, begeisterte zunächst mit einer kurzen Geschichte über das Schicksal eines Schiedsrichters, brachte den  Veranstaltungssaal des kleinen Berner Szeneclubs „Sous Soul“ dann aber vollends zum Kochen. In seinem zweiten Beitrag erzählte er, wie er während der WM 2006 für das Schweizer Fernsehen in Brasilien die Stimmung der Fans einfangen sollte. Leider befand er sich an einem Ort, an dem typisch brasilianische Begeisterung beim besten Willen nicht aufzutreiben war. Balzli schilderte die paradoxe Situation grandios und dürfte sich mit seinem Text einen Ehrenplatz in der TORWORT-Hall of Fame gesichert haben.
 
Abgelöst wurde Balzli von Christian Zingg, der für die Berner Zeitung „Bund“ als Fußballblogger unterwegs ist. In drei herrlich pointierten Kolumnen zeigte Zingg unter anderem was passiert, wenn der Schweizer Schlachtruf „Hopp Schwiez“ in „falsche Hände“ gerät. Einigen deutschen Gästen erschlossen sich die Pointen der Geschichten allerdings erst in anschließenden Diskussionen. Zingg trug seine Texte nämlich in Berndeutsch vor, eine Sprache gegen die Chinesisch im wahrsten Sinne des Wortes ausgesprochen harmlos wirkt.
 
Abgerundet wurde der Abend durch die regionale Musikergröße Bubi Rufener, der sich am Ende ein furioses Streitgespräch mit Christian Zingg lieferte. Die beiden traten den  Beweis dafür an, dass TORWORT auch dann ein voller Erfolg ist, wenn die Lesung nicht mit einem Lacher sondern mit einem leicht verwirrenden Schweigen zu Ende geht.







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